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Endfälliges Darlehen

Wer sich schon einmal durch die Vielfalt möglicher Kreditarten bemüht hat, ist ziemlich sicher auch auf den Begriff „Endfälliges Darlehen“ gestoßen.

Anders als bei sogenannten Annuitätsdarlehen wird hier die Rückzahlung der Kreditsumme am Ende der Darlehenslaufzeit in einer Summe fällig. Daher rührt auch der Begriff Endfälliges Darlehen.

Wenn man diese Variante nutzen möchte sollte man aber ein paar Sachverhalte wissen und beachten:

1. Bei dieser Kreditvariante zahlt man während der Kreditlaufzeit nur die entstehenden Darlehenszinsen (und Gebühren des Kredites) und keine Tilgungsanteile. Die Restschuld des Darlehens bleibt daher über die gesamte Kreditlaufzeit immer gleich hoch.

Hier können Sie Ihre individuellen Kreditangebote berechnen & vergleichen

2. Dadurch ist die monatliche Kreditbelastung während der Laufzeit unter Umständen niedriger als bei einem Darlehen mit monatlicher (oder quartalsweiser) Tilgung. Die monatliche Belastung insgesamt kann sich jedoch an anderer Stelle erhöhen, da ja gegebenenfalls parallel zum Darlehen ein geeigneter Tilgungsträger bedient werden muss.

Ausnahme: Zum Ende der Laufzeit steht bereits ein ausreichendes Kapital zur Verfügung das zur Tilgung eingesetzt werden kann.

3. Nachdem während der Laufzeit keine Tilgung stattfindet ist die Summe der Zinsen für diesen Kredit – über die gesamte Laufzeit summiert – aber immer höher als bei einem normalen Tilgungsdarlehen. Dies liegt daran, dass sich der Zins ja immer auf die offene Restschuld bezieht und diese wie gesagt in diesem Fall in der Laufzeit nie sinkt.

4. Unter Berücksichtigung steuerlicher Hintergründe kann es dennoch lohnend sein diese Kreditvariante zu wählen. Gerade bei Investitionsdarlehen ist es oft gewünscht die Zinslast während der Laufzeit hoch zu halten und diese dann steuerlich ansetzbar zu machen.

Ein Beispiel ist die Finanzierung fremdvermieteter Immobilien, da der Ansatz steuerlich absetzbarer Zinsen sich positiv auf das Gesamtfinanzierungsmodell auswirken kann. Fragen Sie hierzu einfach Ihren Steuerberater!

5. Nachdem das Darlehen erst nach einigen Jahren getilgt wird, hat man aber auch ein erhöhtes Risiko dass der Plan nicht aufgeht wie gewollt. Im Laufe der Zeit können nämlich die Renditen des Tilgungsträgers (bzw. die prognostizierten aber nicht garantierten Überschüsse) sinken, so dass das Auszahlungskapital am Ende der Laufzeit nicht ausreicht um das Darlehen komplett zu tilgen. Dieser Effekt hat schon so manchem Häuslebauer in Probleme gestürzt, da dann Geld nachgeschossen werden musste das nicht eingeplant war und somit oft auch nicht zur Verfügung stand. Hier zu reagieren ist umso schwerer wenn man von diesem Effekt in den letzten Jahren der Laufzeit erfährt und nicht mehr gegensteuern kann.

6. Gerade in Zeiten in denen man Tilgungsträger mit guter Rendite abschließen konnte, machte es besonders Sinn sich für diese Kreditvariante zu entscheiden, da der ersparte Tilgungsanteil des Darlehens in einem gut verzinsten Sparvertrag (Versicherung, usw.) besser investiert war.

7. Die Zeit hat sich in dieser Beziehung sicher geändert, da man hochverzinsliche Ansparformen – die sich als Tilgungsaussetzungsträger eignen – derzeit vergebens suchen wird. Da sich jedoch auch die Kreditzinsen auf einem Tiefstand befinden lohnt es sich durchaus diese Kreditvariante einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und gut zu vergleichen!

Wer in Rücksprache mit seinem Steuerberater zu dem Ergebnis kommt, dass sich ein solches Darlehen für ihn lohnen kann, der sollte auf jeden Fall auch prüfen ob es sinnvoll ist bereits bestehende Sparverträge als Tilgungsträger einzusetzen.

Natürlich möchten Ihnen Berater und Banken gerne eine neue Sparform „verkaufen“, gerade laufende Verträge aus früherer Zeit haben oft noch gute Renditen und sind bei der Auszahlung noch steuerlich günstiger gestellt als Neuverträge.